Kultusministerin Eisenmann trifft Brühler Bürgermeister Göck auf Initiative von Landtagskandidat Sturm

Auf Initiative von CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm traf Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit dem Brühler Bürgermeister Dr. Ralf Göck zusammen, um sich über das Projekt des Brühler Kinderbildungszentrums zu informieren.
Bürgermeister Dr. Göck betonte dabei, dass man dort an zentraler Stelle Einrichtungen für Kinder und Jugendliche bündeln und den sehr beliebten Hort an das Schulgebäude anbauen möchte. Laut der aktuellen Förderrichtlinien würden aber nur Schulgebäude für die Ganztagsnutzung gefördert, wodurch der Bau des Horts nicht finanziell unterstützt werden würde. Der Bürgermeister verwies weiterhin darauf, dass der Hort sehr gut angenommen werde und sogar mehr Betreuungszeiten als der Ganztagsschulbetrieb bieten würde. Es könne demnach nicht sein, dass aufgrund von Formalien dieses sinnvolle Projekt nicht gefördert werde.
Kultusministerin Dr. Eisenmann sagte zu, den Fall zu prüfen. Hierzu wird auf Einladung von Andreas Sturm auch Staatssekretär Volker Schebesta noch nach Brühl kommen, um sich über das Projekt detailliert zu informieren. Eisenmann verwies in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Diskussion um die Fördergelder des Bundes für den Ausbau des verpflichtenden Ganztagsunterrichts, welche richtungsweisend sei. Die Kultusministerin betonte, dass in Baden-Württemberg die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ein flexibles Betreuungsangebot nachfragen und aktuell ausreichend Landesfördermittel für den verpflichtenden Ganztagsunterricht zur Verfügung stünden. Diese würden in Baden-Württemberg derzeit nicht einmal vollständig abgerufen. Von daher mache der vom SPD-geführten Familienministerium aufgelegte Fördertopf für den Ganztagsunterricht keinen Sinn, wenn nicht auch die flexiblen Betreuungsangebote in Baden-Württemberg berücksichtigt würden. Durch den vorgesehenen Förderausschluss der flexiblen Angebote würden knapp 80% der Kinder in Baden-Württemberg nicht in den Genuss der Bundesförderung kommen können. Kultusministerin Dr. Eisenmann möchte deshalb die bewährte Wahlfreiheit beibehalten und in diesem Zusammenhang auch die Impulse von Bürgermeister Dr. Göck mit aufzunehmen.
CDU-Landtagskandidat Andreas Sturm betonte, dass die Betreuung der Kinder im Vordergrund stehen müsse und man nicht nach Etiketten, sondern nach Qualität und Nachfrage fördern müsse – so wie im geplanten Brühler Kinderbildungszentrum. Dies gelte besonders für den Hort, der vor Ort hervorragende Arbeit leiste.

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