Sturm besucht das Unternehmen Schaumaplast

Zur seiner Zeit als Fußballschiedsrichter war dem CDU-Landtagskandidaten Andreas Sturm die Firma Schaumaplast vor allem als Namenssponsor für den Reilinger Fußballplatz bekannt. Dass das Unternehmen mit seinen Spezialprodukten auch Leben rettet, erfuhr er jetzt bei seinem Unternehmensbesuch.
Geschäftsführer Bernhard Hauck gab zusammen mit Standortleiter Thomas Plautz und Betriebsleiter Thorsten Völlmer einen Überblick über die zahlreichen Produkte des Reilinger Familienunternehmens, welches an sieben Standorten in Deutschland, Polen und den USA hochwertige Partikelschaumprodukte herstellt. Im Pharmaziebereich stellt Schaumaplast Kühlverpackungen für Medikamente und Wirkstoffe her, mit denen sich temperaturempfindliche Produkte, wie z.B. der zukünftige Corona-Impfstoff, bis zu fünf Tage sicher transportieren lassen, wenn erforderlich auch unter minus 70 Grad.
Im Juni berichtete die Schwetzinger Zeitung („Hilfe über tausende Kilometer hinweg“ 02. Juni 2020) wie Schaumaplast in einem Notfall eine Thermoverpackung für ein dringend benötigtes Medikament bereitstellte, welches für eine 23 jährige Frau aus Deutschland nach Neuseeland geliefert wurde. Durch die Spezialkühlakkus funktionierte das Kühlsystem von Schaumaplast selbst noch nach acht Tagen – nachdem das Medikament zusätzlich im Zoll aufgehalten wurde.
Für die Automobilindustrie produziert Schaumaplast u.a. lebensrettende Formteile für den Seitenaufprallschutz. Die leichten aber gleichzeitig sehr stabilen Schaumstoffe leisten auch einen wichtigen Beitrag zur E-Mobilität, da moderne Autos trotz höherer Sicherheitsstandards immer leichter werden müssen.
Als weltweit einziger Verarbeiter bietet Schaumaplast EPS-Formteile aus Biomassenbilanz-Styropor an. Fossile Rohstoffe werden hierbei durch nachwachsende ersetzt. So kann der CO2 –Fußabdruck im Vergleich um 75% reduziert werden.
Das teils schlecht Image von Styropor liegt laut Geschäftsführer Bernhard Hauck daran, dass die Vielseitigkeit und die lebensrettenden Produkte der breiten Öffentlichkeit häufig verborgen bleiben. Dazu gehört auch der Fakt, dass Styropor zu 100% recycelbar ist, es aber noch keine flächendeckende Recyclinginfrastruktur gebe. Schaumaplast kooperiert selbst mit Werkstoffhöfen und verwertet die Schaumstoffe wieder.
Von der Politik erwarte Hauck Fairness und Chancengleichheit. Er spielte damit auf die CO2-Besteuerung an: Während große Firmen am Emissionshandel teilnehmen und Einsparungen an anderer Stelle geltend machen können, seien mittelständische Familienunternehmen wie Schaumaplast aber zu klein, um die gleichen Möglichkeiten wie große Firmen zu bekommen. Für Andreas Sturm sei Schaumaplast ein Hidden Champion, ein Unternehmen mit großartigen Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten, man dürfe aber nicht zulassen, dass das Familienunternehmen durch eine unfaire Behandlung eine unverhältnismäßige Last zu tragen haben. Es gehe dem Landtagskandidaten darum, Firmen zum Klimaschutz zu verpflichten und wenn dies, wie bei Schaumaplast vorbildlich geschehe, auch von der Politik mit den entsprechenden Rahmenbedingungen so zu unterstützen, dass Arbeitsplätze vor Ort erhalten werden können.

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